Porträt

Der Verein «Selbstregulierungsorganisation des Schweizerischen Versicherungsverbandes» (SRO-SVV) betreibt die Selbstregulierungsorganisation für die in der Schweiz tätigen Versicherungsgesellschaften.

Der Verein SRO-SVV wurde am 1. Januar 1999 gegründet. Er hat zum Zweck – mit seinem Betrieb einer Selbstregulierungsorganisation für die in der Schweiz tätigen Versicherer – die Bestimmungen des am 1. April 1998 in Kraft getretenen Bundesgesetzes zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung im Finanzsektor (GwG) zu erfüllen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sorgfaltspflichten der Finanzintermediäre, insbesondere bei der Identifizierung der Vertragspartner (Kunden) und der wirtschaftlich Berechtigten.

Bis Ende 2008 unterstand die SRO-SVV der Aufsicht des Bundesamtes für Privatversicherungen (BPV). Seit dem 1. Januar 2009 ist die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) für die Aufsicht zuständig.

Mandat der FINMA

Mit der Verfügung vom 8. Dezember 2010 erhielt der Verein SRO-SVV von der FINMA das Mandat, die Einhaltung der Geldwäschereivorschriften seiner Mitglieder zu überprüfen. Dies ist ein erster Abschluss der Mitte 2009 begonnen Verhandlungen mit der FINMA, welche zum Ziel haben, die SRO-SVV moderner auszugestalten.

Mit dieser Mandatierung kommt der SRO-SVV gemäss Aufsichtskonzept der FINMA für Geldwäschereibekämpfung eine Sonderstellung zu. Konkret hat die SRO-SVV die Aufgabe, anhand der Berichte von externen Prüfgesellschaften zu prüfen, ob sich seine Mitglieder an die Geldwäschereivorschriften halten.

Durch einen Verweis in der FINMA-Verordnung (GwV FINMA) gilt das Reglement der SRO-SVV branchenweit als Mindeststandard, d.h. auch für die Nichtmitglieder der SRO-SVV.

Interessenvertretung

Neben der Umsetzung und Einhaltung der Geldwäschereivorschriften durch ihre Mitglieder ist es ein Anliegen der SRO-SVV, dass der Gesetzgeber auch in Zukunft für genügend Handlungsspielraum sorgt und damit eine praxisnahe und im Ergebnis effiziente Bekämpfung möglich wird.